Das Ambiente
Eichenklang ist mehr als nur ein Restaurant; es ist eine Hommage an den Schwarzwald selbst. Eingebettet in eine Lichtung tief im Herzen des Waldes, empfängt es seine Gäste mit einer Architektur, die sich nahtlos in die Landschaft einfügt. Große Glasfronten rahmen den majestätischen Ausblick auf uralte Tannen und sanfte Hügel ein, die in der Ferne verschwimmen. Innen dominiert eine beruhigende Eleganz: warme Eichenhölzer, sanftes Moosgrün und erdige Töne schaffen eine Atmosphäre von Geborgenheit und Raffinesse. Das Lichtkonzept ist meisterhaft, es betont die natürlichen Materialien und lässt den Raum bei Dämmerung in einem goldenen Glanz erstrahlen. Die Akustik ist gedämpft, Gespräche flüstern sanft, und man spürt sofort, dass dies ein Ort für bewussten Genuss und stille Kontemplation ist. Es ist eine Oase der Ruhe, in der man die Hektik des Alltags vergisst und sich ganz dem Moment hingibt.
Die Menü-Highlights
Die Küche im Eichenklang ist eine mutige und doch tief verwurzelte Erkundung der badischen und regionalen Aromen, neu interpretiert mit einer bemerkenswerten Präzision und Kreativität. Küchenchef Elias Roth versteht es, scheinbar einfache Zutaten zu komplexen, unvergesslichen Erlebnissen zu veredeln. Jedes Gericht erzählt eine Geschichte, oft die des Schwarzwaldes selbst.
- Forelle aus dem Bergbach mit Fichtensprossen-Vinaigrette: Ein Paradebeispiel für die Philosophie des Hauses. Die frische, zart gebratene Bachforelle, fangfrisch aus einem nahegelegenen Gewässer, wird durch eine überraschend spritzige Vinaigrette aus jungen Fichtensprossen und einem Hauch von Wacholderbeere auf ein neues Niveau gehoben. Ein Kunstwerk auf dem Teller, sowohl visuell als auch geschmacklich, das die Frische des Waldes einfängt.
- Geschmorte Wildschweinkeule mit Hagebutten-Jus und fermentiertem Kraut: Ein herzhaftes, doch unglaublich raffiniertes Gericht. Die Wildschweinkeule, stundenlang perfekt geschmort, zerfällt förmlich auf der Zunge und wird von einem tiefgründigen Hagebutten-Jus begleitet, der Süße und Säure meisterhaft balanciert. Das fermentierte Kraut, eine moderne Interpretation einer regionalen Beilage, fügt eine angenehme Umami-Note und Textur hinzu.
- Saisonales Pilz-Raviolo mit Trüffelbutter und Haselnussbröseln: Ein Gericht, das die Fülle des Waldes feiert. Zarte, handgemachte Ravioli, gefüllt mit einer aromatischen Mischung aus selbst gesammelten Waldpilzen, schwimmen in einer samtigen Trüffelbutter und werden durch knusprige Haselnussbrösel perfekt ergänzt. Ein Fest für die Sinne, das die Essenz des Herbstes einfängt.
- Schwarzwälder Kirsch 'Reimagined': Ein mutiger, dekonstruierter Klassiker, der die vertrauten Aromen der Schwarzwälder Kirschtorte auf eine spielerische und elegante Weise neu zusammensetzt. Kirsch-Texturen von geliert bis gefroren, luftige Schokoladenmousse und ein Hauch von Kirschwasser-Eis kreieren ein Dessert, das sowohl nostalgisch als auch aufregend modern ist.
Die Präsentation ist stets makellos, jedes Element mit Bedacht platziert, um eine visuelle Harmonie zu schaffen, die den Gaumen schon vor dem ersten Bissen verführt.
Das Fazit
Eichenklang ist eine Sensation, eine kulinarische Pilgerstätte, die den Schwarzwald nicht nur als Heimat, sondern als Inspiration zelebriert. Es ist ein Ort, an dem Tradition auf Innovation trifft, wo die Achtung vor den Zutaten und die Meisterschaft in ihrer Zubereitung Hand in Hand gehen.
Küchenchef Roth hat hier nicht nur ein Restaurant geschaffen, sondern ein Erlebnis, das die Sinne weckt und lange in Erinnerung bleibt. Für jeden, der die gehobene deutsche Küche in ihrer modernsten und authentischsten Form erleben möchte, ist Eichenklang ein absolutes Muss. Es ist ein Beweis dafür, dass wahrhaftige Kochkunst keine Grenzen kennt und dass der Schwarzwald einen Platz unter den weltweit führenden kulinarischen Destinationen verdient.
Buchen Sie einen Tisch, wenn Sie das Glück haben, einen zu bekommen. Ihre Gaumen werden es Ihnen danken.